Für 2023 steht das GEDOK - Ausstellungsprogramm unter dem Oberthema "analog". Ein Begriff, der gut zu unserer Gemeinschaft, unserem Anliegen und unserem Wirken passt: Die Förderung von Frauen in der Kunst – in erster Linie durch die Präsentation ihrer Arbeiten – im direkten Kontakt, auf Augenhöhe, sinnlich erlebbar, unverfälscht, sozusagen "in echt" und "1 : 1".

Wir möchten in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft und irrealen Welt und Zeit – und nach den Erfahrungen mit Corona, mit den damit verbundenen Verhaltensveränderungen – den Blick (wieder) auf das reale und persönliche Miteinander lenken. Es geht darum, von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren, mit der Kunst als Vermittlerin, "analoge" Kontakt- und Anlaufpunkte schaffen, Begegnungen und Austausch im Hier und Jetzt.
Es gibt Bezeichnungen, die universal sind, da sie sowohl die gesamte Menschheit als auch das einzelne Individuum betreffen, und die Gemeinschaft/Gesellschaft – durch die wechselnden Zeiten und durch die verschiedenen Lebensphasen und Situationen entscheidend prägen und beeinflussen, "analog" zählt dazu. 

 

 

Ausstellungen im GEDOK GalerieSalon

Bei der Gestaltung des jährlichen Programms mit jeweils sechs Ausstellungen im eigenen GEDOK GalerieSalon liegt der Fokus auf Aussagekraft, Zeitbezug und Interpretationsfähigkeit des Themas, aber auch auf Vielfalt und Abwechslung. Und es wird stets Wert auf eine Mischung von Ausstellungsformen gelegt, von Einzel- und Gruppenpräsentationen, bei Letzteren mit einer variablen Anzahl von Beteiligten. Darüber hinaus gibt es permanent Überlegungen, neue Ideen und Formate zu entwickeln und in den üblichen Reigen mit aufzunehmen.

 

analog – KlangKörper

Zum Auftakt der diesjährigen GEDOK - Saison verwandelt Silke Jüngst den GalerieSalon in einen analogen Tag(T)Raum und präsentiert KlangKörper. Dem leicht flüchtigen Moment von Musik eine feste Form geben gehört seit vielen Jahren zu den bevorzugten Themen der Objektkünstlerin. Dabei finden Materialien und Gegenstände aller Art Verwendung. Trotz der "schmucken" Ausbildung sind es immer wieder die Objekte, schräge Gedankenspiele, die meist in Metall verarbeitet raus wollen, wobei ein hohes Maß an Zeit und Geduld erforderlich ist. Bereits die Abschlussarbeit des Gestalterstudiums beschäftigt  sich mit dem Gedanken, dem flüchtigen Moment eines Liedes eine feste Form zu geben und lässt drei kleine Objekte über den Mond in der Musik von Sting entstehen. Mit der Zeit werden die Objekte großformatiger, teilweise bis zu mehreren Metern und vielfältiger in der Materialwahl.
In dieser Ausstellung ist es Vinyl, das zu großformatigen Installationen verarbeitet, gezeigt wird.

 

Karte Klang 01Karte Klang 02

 

GEDOK GalerieSalon
Lola-Fischel-Straße 20
30173 Hannover

Mi 15 - 18 Uhr | Sa+So 14 - 17 Uhr

Vernissage: Sonntag, 15. Januar 2023 | 12 Uhr

SalonGespräch: Sonntag, 26. Februar 2023 | 15 Uhr 
Den Ausklang der Ausstellung bildet diesmal ein SalonGeklimper. Interessierte können aus mitgebrachten, kleinen (und vor allem klingenden) Gegenständen ein KlangObjekt gestalten. 

Anmeldung unter 0511.131404
Der Eintritt ist frei, eine Spende erfreut.

15. Januar – 26. Februar 2023

 


 


 

Das GEDOK - Ausstellungsprogramm 2022 steht unter dem Oberthema "elementar" - im Sinne von essenziell, fundamental, primär, substanziell, wesentlich, wichtig, bedeutend, rein, pur. Es steht über jeder Ausstellung, die in diesem Jahr gezeigt wird, jeweils konkretisiert durch einen Titel mit Blick auf deren Inhalt und Ausrichtung. Bei der Auswahl wird darauf geachtet, dass die Begriffe aussagekräftig, die Themen allgemeingültig, zeitgemäß-aktuell sind, einen Beitrag zu bestimmten Problemen, Situationen, Fragestellungen etc. leisten, sowie inspirierend für die Künstlerinnen und interessant-anregend für potenzielle Besucher*innen sind.

Ergänzend zu dem ganzjährigen Ausstellungsprogramm im GEDOK GalerieSalon, ist die "Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden" stets an Kooperationen mit anderen Institutionen, die sich für Kunst und Kultur engagieren, interessiert. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Hannover, sondern auch auf die Region und auf das gesamte großflächige Bundesland.

 

elementar - Kontakt

Karin Bach | Eva Bellack | Bettina Bradt | Barbara Bronzlik  | Angelika Dors | Erika Ehlerding | Gisela Gührs | Eva Hennecke | Karin Hess | Silke Jüngst | Erika Klee | Cornelia León-Villagrá | Heidrun Pfalzgraf | Dörte Putensen | Silke Schnau | Angela Schönewald | Barbara Sowa | Rosemarie Sprute

Die Ausstellung "elementar – nadelspitz" nimmt Bezug auf Steinhude und seine historische Bedeutung in Sachen Weberei. Eine Tradition, die heute noch gepflegt wird und erlebbar ist. In Teilen wurde sie bereits im Jahr 2020 im Europäischen FrauenKulturMuseum e.V. gezeigt, als Beitrag zu seinem 10jährigen Bestehen, und zwar unter dem Titel "Wir lassen die Nadeln tanzen". Die damaligen GEDOK Künstlerinnen sind bis auf eine Ausnahme wieder mit ihren Arbeiten vertreten, ergänzt durch weitere Künstlerinnen und zusätzliche Arbeiten.
Daher präsentieren nun 18 GEDOKIANERINNEN der Bereiche Angewandte Kunst/ArtDesign und Bildende Kunst ihre Interpretationen zum Thema "Nadel" -sehr unterschiedlich, fantasievoll, facettenreich und vielfältig: Als Malerei, Mischtechnik, Collage, Assemblage, Monotypie, Grafik, Fotografie, Textiles Objekt, Installation. Mitunter eigenwillig und ungewöhnlich, hintersinnig und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Ein kurzes Statement zu jeder Arbeit gibt Auskunft.


karte nadelspitz 01karte nadelspitz 02

 

Fischer- und Webermuseum Steinhude
Neuer Winkel 8
31517 Wunstorf-Steinhude

Vernissage: Donnerstag, 19. Mai 2022 | 17 Uhr

Begrüßung und Einführung: Verena Walter-Bockhorn, Museumsleiterin und Eva Bellack, stellvertretende Vorsitzende der GEDOK NiedersachsenHannover

Di – Sa 13 – 17 Uhr | So + feiertags 11 – 17 Uhr
Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder 2 Euro

19. Mai - 30. Oktober 2022